07. Juni 2025 – Tag 14 – Risse und so


Cretto Burri im Satellitenbild
  • Von Gibellina Vecchia nach Eraclea Minoa
  • Über Poggioreale, Guiliana und einem Badeplatz bei San Carlo
  • 102 km
  • Cretto Burri! Sehr eindrucksvoll!
  • Guiliana oben auf dem Berg – auf kleinstem Raum 4 oder 5 riesige Kirchen und zu unserem Glück eine kleine Bar, die während der Siesta offen hatte
  • Abenteuerliche Fahrt auf einspurigem Feldweg (früher mal eine Bahnlinie) zu der Wild Swimming Badestelle im Sosio – leider ungeeignet zum Bleiben
  • Dümpeln im Schatten und baden im kühlen Nass
  • Wettervorhersage bringt uns zum Umplanen/Umdenken: fahren jetzt noch nach Agrigent und dann vermutlich eher gen Norden in die Berge
  • Abends kam ein großer Fuchs vorbei und wollte gerne was mitessen

Cretto Burri

Das Dorf Gibelllina wurde im Jahre 1968 nach einem verheerenden Erdbeben komplett zerstört. Es gab viele Tote.

Über die vom Erdbeben zerstörte Stadt Gibellina legte der Künstler Alberto Burri eine dicke Betondecke mit Einschnitten, die den ursprünglichen Grundriss der Stadt begeh- und erlebbar machen. Er hatte das Kunstprojekt  1984 in Angriff genommen, fertiggestellt wurde es erst 2015 zum 100. Geburtstag Burris.

Es ist das grösste Land-Art-Projekt Italiens.

Es ist sehr beeindruckend. Eine ewige Narbe, ein Riss in der Landschaft. Es gibt dem zerstörten Ort ein Denkmal. Anders als die anderen vor sich hin rottenden Dörfer, besteht es in gewisser Weise weiter, ist begehbar, von Weitem sichtbar.

Natürlich gibt es auch Stimmen, die diese Art von Denkmal als den Opfern nicht würdig ansehen. Aber wann gibt es das bei Kunst nicht?

Begangen von unten rechts nach oben links und dann von oben rechts nach unten links.

Die untere Seite haben wir mit GPS als 310 Meter abgemessen.

Guiluana

Flora

Sosio bei San Carlo an der Ponte Tredici Archi

Das Gelände um die Brücke war wegen Einsturzgefahr gesperrt. Also versuchen wir es auf der anderen Flussseite. Dort war der Weg abenteuerlich, einspurig auf der alten Bahntrasse, zu beiden Seiten Gebüsch.

Es kam uns zum Glück keiner entgegen. Wenden wäre schwierig gewesen.

Das Wasser war nicht so kühl wie erhofft, aber trotzdem eine schöne Erfrischung.

Eraclea Minoa

Eigentlich wollten wir zu einem Stellplatz am Wasser, aber der eine war ein Campingplatz und der andere nicht schön.

Etwas frustriert landeten wir auf dem Parkplatz der Ausgrabungsstätte oberhalb der Klippe. Das stellte sich als sehr schön heraus. Toller Blick. Ruhe.

Leider wieder sehr viele Stechviecher.