
- Von Brunsbüttel nach Warwerort
- Über Friedrichskoog-Spitze – endgültiger Abschied von der Elbe (zumindest für diese Reise)
- 58,4 km – meist gegen den Wind 😲
- 148 m hoch und runter
- 4,4 km zu Fuß auf dem Trischendamm
- 27 Gatter
- Leckeres Krabbenmenü
- Begleitet von unzähligen Seevögeln und ihrem Gezwitscher sowie unendlich vielen Windrädern
- Bereichernde Begegnungen am Abend
Heute früh war ich sehr traurig, weil ich dachte, ich müsste die Reise abbrechen. Ich will das überhaupt nicht, aber ich habe seit gut 2 Wochen schon Probleme mit der rechten Leiste – das Anfahren und Stoppen mit dem Frachtschiff Rote Zora und die vielen Gatter helfen da nicht – aber es war anfangs immer nur beim Gehen schmerzhaft, nicht beim Radeln. Inzwischen aber schon und das Auf- und Absteigen ist eine Qual. Gestern Nacht hat es mich sogar im ruhenden Zustand vom Schlafen abgehalten.
Um einen Plan B zu haben, falls ich weiterhin nicht schlafen kann, habe ich morgens eine ICE Recherche gestartet. Ergebnis: es gibt keine freien Fahrradstellplätze in den kommenden Tagen, nicht unter der Woche, nicht um 4 Uhr nachts, nicht spätabends 😲. Total verrückt. Hilfe!
Also: ab sofort eine Stufe höher schalten (dafür ist Zora ja da) undeinen Gang runter, kürzere Strecken, möglichst keine Gatter mehr, noch mehr Dehnübungen und vielleicht mal Ruhetage… und wenn nötig dopen mit Ibu!
Eindrücke und Erlebnisse von unterwegs – ich hatte das große Glück bei einer Schafschur vorbei zu kommen (schon wieder der richtige Ort zur richtigen Zeit 😍), hatte ein grandioses Mittagessen und habe die Kugelbake von der anderen Seite der Elbmündung gegrüßt.


















Mit dem Watt freunde ich mich so langsam an. Hier ist es auch nicht so puddingweich wie bei Blankenese. Aber dass es immer Ebbe ist, wenn ich baden möchte, ist ein Problem 😲


Auf dem Campingplatz habe ich viel Bewunderung für Stefans Zelt und Ausrüstung bekommen. Und nach einem ausgiebigen Schnack, gabs noch ne Frühstückseinladung für den nächsten Morgen.
Und abends bin ich mit zwei finnischen Radtouristinnen mit guten Gesprächen über das Leben und überhaupt (und mit Wein) versumpft. Schön!


So blöd der Tag begonnen hat, so toll hat er sich entwickelt und geendet. Auch die Beschwerden waren besser. Alles wird gut.
Ansonsten:
- Alle Dialekte und Akzente, die ich auf der Reise gehört habe, sind reizend – von Sächsisch über Berlinerisch bis hin zum Platt. Und alles andere auch 😍
- Hier oben bestellt man ein Alster, wenn man Radler möchte
- In Finnland sagt man Moi oder Hey zur Begrüßung – entsprechend erstaunt waren die beiden Finninnen, als sie hier immer mit Moin gegrüßt wurden. Sie waren auch überrascht, dass sie überhaupt gegrüßt wurden und beschrieben ihre Landsleute als stoffelig.