
- Von St. Peter-Ording (SPO) nach Ockholm
- Über Husum und Struckum
- Mit dem Zug von Katharinenheerd nach Witzwort (Husum ging nicht wegen der Aufzüge 🙁)
- 79,7 km – uff, mit extremem Wind ab Husum
- 230 m hoch und runter
Eigentlich wollte ich ja einen Ruhetag, einen Strandtag, einen Surfer- und Kiter-Schau-Tag einlegen. Dafür bin ich doch nach SPO gefahren. Dafür ist SPO bekannt. Leider gab das Wetter das nicht her. Kalt, unbeständig, bewölkt.
Also doch Zelt wieder abbauen! Um den Campingplatz ist es nicht schade. Das war kein schöner, und noch dazu der teuerste der Reise.
Irgendwie war klar, dass es wieder mal eine befestigte Unterkunft statt Zelt braucht. Habe eine gefunden, allerdings etwas weit weg. Also plane ich, den Zug bis kurz vor Husum zu nehmen (Husum Bahnhof hat ja grad keine Aufzüge) und erst von dort aus weiter zu radeln.
Davor: Noch einen sehnsüchtigen Blick auf den Strand werfen und ein Krabbenbrötchen essen.



Prompt kommt die Sonne raus. Nein, dann fahr ich doch lieber alles mit dem Rad! Völlige Selbstüberschätzung, was ich zum Glück nach einer kurzen Zeit des Fahrens und noch-mal-die-App-konsultieren merkte. Also den nächsten Bahnhof anpeilen und doch noch 10-15 km abkürzen.
Katharinenheerd – Bahnhof mit nur einem Gleis. Da braucht es wenigstens keine Aufzüge 🤪
Dafür war das Gleis nicht ebenerdig mit dem Zugeinstieg und ich musste Zora mit samt der Ladung rein hieven. Ein Hoch auf die Barrierefreiheit! Schlimm. Ich muss mich ja nur luxusmäßig, im Urlaub, damit beschäftigen, und nicht tagtäglich wie viele Menschen mit Einschränkungen beim Gehen oder Sehen.


Tee in Husum, Fischbrötchen in Struckum – Standardstopp zum Fischbrötchen essen auf dem Weg mit dem Auto nach Nordfriesland oder Dänemark. So der Plan.
Ab Husum war der Wind brutal. Gefühlt kam er aus allen Richtungen, und auf jeden Fall immer von vorn 😂. Die kurzen „Ruhepausen“, wenn ich an einer Baumgruppe oder einem Gehöft vorbei fuhr, waren herrlich. Die Böen von der Seite hatten es auch in sich. Da hieß es denn Lenker gut festhalten. Und hoffen, dass der Akku reicht.






Ich bin tatsächlich mit einer verbleibenden Reichweite von 1 km in Ockholm angekommen. Das gab es noch nie. Bisher konnte ich immer sparsam mit Zoras Energie umgehen. Aber, ich war da und hab mich mit tollem Essen belohnt.


Anekdote am Rande: eine Frau am Nebentisch – ist schon ein paar Tage her – so erzählte ihrem Mann von Kite-Surfern. Zuerst wusste ich nicht, von was sie spricht, weil sie „Kite“ auf Deutsch ausgesprochen, wie man‘s liest eben. 😂