18. September 2022 – Tag 8 – Wunderwelten


Himmel, Meer und Erde vom Observatorium Ferdinando Caliumi aus
  • Von Santa Maria Navarrese zum Observatorium Ferdinando Caliumi (1.150 m) auf dem Monte Armidda
  • Über Arbatax und Lanusei
  • 49 km
  • Exponierter Stellplatz direkt neben dem Observatorium
  • Beeindruckender 360-Grad-Blick
  • Alle Sterne der Milchstraße und sehr steife Brise in der Nacht
  • Leider nachts ziemlich kalt

Heute ist der Tag der Wunderwelten. Die Wunderwelten des Meeres, unserer BB, der Felsen, der Berge, der Sterne, des Windes, des Sonnenauf- und Unterganges.

Und es begann wieder – na klar – mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Davon kann ich nie genug kriegen.

Zügiges Zusammenpacken. Wir wundern uns immer wieder, wie all das Zeug, das aus BB rausgequollen ist, im Laufe der Tage, auch wieder reinpasst und wir am Ende gar nicht so voll beladen aussehen. Ist ein wenig wie Hermines Handtasche mit dem „unaufspürbaren Ausdehnungszauber“.

Das Abschiedsbad im Meer fiel kurz aus, denn es gab rote Quallen 😱. Dann noch ein Abstecher nach Arbatax und seinen roten Porphyr-Felsen, die gemäß meinem Reiseführer „verschämt am Rande eines großen Parkplatzes“ auf uns warteten. Schade – hier sollte wohl eigentlich ein schöner Platz zum sich Aufhalten und Spazieren gehen entstehen, aber die Arbeiten daran scheinen vor langer Zeit eingestellt worden sein. Waren etwa die EU-Gelder alle?

Anschließend begann die Bergtour. Wir wollten die SS198 ins Landesinnere nehmen, über Lanusei fahren. In Lanusei fanden wir eine tolle Aussichtsplattform im Hinterhof einer Kirche, in den wir mit BB reinfahren konnten, und wo wir unsere Paninis aus dem Supermarkt mit Aussicht genießen durften.

Stefan hat mich freundlicherweise vor dem für mich schrecklichen Gorgonzola-Käse auf seinem Panini beschützt. Mein Panini und ich kamen nicht damit in Berührung 👌🏼.

Frisch gestärkt ging es immer weiter nach oben. Wir sahen von Weitem eine Radarstation weit oben und es glitzerte schon wieder in Stefans Augen. An solchen Orten über Nacht zu stehen, weit schauen zu können, und weit weg von allem und allen zu sein, ist ja auch wirklich großartig.

Also haben wir versucht, ob man hoch fahren kann. Man konnte. Zumindest bis zum Observatorium, kurz unterhalb der Radarstation. Wir blieben. Wen wundert es bei diesem Ausblick? Rundum Blick. Wir waren happy.

Stefan lief noch zur Radarstation auf dem Monte Arbidda (1.270 m) hoch und hat mich von oben mit Fotos versorgt, während ich hüftschonend mein Buch in Wind und Sonne zu Ende gelesen und gebloggt habe.

Und dann kam der Föhn kurz vor dem Sonnenuntergang. Sehr erstaunlich. Aber die Wolken und mein Kopfweh waren eindeutig.

Es wurde schnell kalt. Ohne Geduld kochen und essen. Um 21.30 Uhr ab ins Bett. Es ist so kalt.


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