30. September 2022 – Tag 20 – Cruise gen Westen


Zero Emission in Port? Der Diesel lief die ganze Zeit ☹️
  • Von Porto Torres nach Barcelona
  • 562 km mit der Fähre in fast 14 Stunden – 15 km mit BB
  • Aufstehen um 4:40 Uhr, dann hatte die Fähre fast 3 Stunden Verspätung 🙈
  • Keine Infrastruktur im Hafen für all die Menschen, die dort 5 Stunden warten mussten
  • Sehr starke Winde bei der Überfahrt. Zum Glück hatte ich Tabletten 🤩
  • Lüftung und Klimaanlage im Schiff katastrophal
  • Abenteuer Barcelona mit BB und bei Nacht 🤩
  • Vino y charla mit Brett und nach 24 Stunden endlich wieder im Bett 👍🏼

Schlecht geschlafen. Wecker um 04:40 Uhr. Und los. Wir waren pünktlich um 05:20 Uhr am Hafen. Es passiert genau gar nichts. Ist das Schiff überhaupt schon da? Es war noch dunkel. Das Hafengelände unübersichtlich. Dann fing es auch noch an zu regnen.

Um 6:15 Uhr wurden wir kontrolliert und durften in den Hafen fahren. Nächste Schlange. Es schüttete. Menschen unterwegs auf der Suche nach Toiletten. Die gibt es nur außerhalb. Und so weit wollte man sich ja nicht vom Auto entfernen. Es könnte ja jeden Moment losgehen.

Denkste. Um 7:40 – kurz nach Sonnenaufgang, als jeder sehen konnte, dass das Schiff noch gar nicht da war – stellte sich ein Auto vor die 8-10 Reihen mit Autos, mit einem kleinen Megafon. Eine Dame erläuterte, dass die Fähre leider Verspätung hätte, dass wir etwa gegen 10 Uhr (statt 7:30 Uhr) ablegen würden und dass wir uns am Ticketschalter einen Gutschein für „free breakfast“ holen könnten.

Wieso nicht einfach SMS oder Mail verschicken? Das wussten sie doch schon seit Stunden. Wir hätten noch 1-2 Stunden weiterschlafen können 🤬

Dann begann der Run auf die Toilette (2 von 4 waren kaputt), den Ticketschalter und die Cafeteria, die wohlgemerkt aus einem Container bestand, in dem 2 Personen tapfer versuchten die Horden an Menschen mit Kaffee und Croissants (die erst immer wieder gebacken werden mussten) abzufertigen. Die Schlange war lang und größtenteils draußen im Regen.

Der Barrista erklärte auf unsere Nachfrage, dass solche Verspätungen 1-2 Mal die Woche vorkommen. Um so mehr stellt sich die Frage nach der fehlenden Infrastruktur im Hafen: ist es gewollt, dass die Menschen einfach irgendwo hinpinkeln?

Endlich auf dem Schiff fanden wir eine Sofaecke, wo wir uns auch hinlegen, wenn auch nicht ausstrecken, konnten. Leider war es draußen viel zu windig – der Mistral hat ganz schön gepfiffen – so dass wir überwiegend drin waren. In einem Salon, der schlecht belüftet und viel zu warm war 🤮.

Alles in allem keine angenehme Erfahrung. Ich würde vermutlich in Zukunft auch tagsüber eine Kabine buchen, wenn die Fahrt mehr als 6-7 Stunden dauert.

Kurz nach Mitternacht – statt um 21 Uhr – fuhren wir vom Schiff und suchten unseren Weg durch Barcelona zu Brett, Stefans Freund aus seinen Londoner Zeiten.

Wein und Schnack. Dann um 4 bzw. 4:30 Uhr – nach fast 24 Stunden auf den Beinen – endlich wieder im Bett.

In Barcelona. Endlich mal wieder. In Spanien. Ich habe es vermisst.


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