20. Oktober 2022 – Tag 40 – Volver!


Adiós pescaditos fritos
  • Von La Vall de Santa Creu nach Brignoles in der Provence
  • 438 km
  • Abschiedsschwimmen und ein Abschieds-Mittagsmenü in Llança bei Sonne und 27 Grad
  • Adiós España 🇪🇸 – Bon soir La France 🇫🇷
  • Plötzlich wieder französisch sprechen 🤪
  • Un verre de Rosé, s’il vous plaît 😍

Heute, am Tag 40, beginnt meine Heimreise vom letzten Abenteuer dieses Sabbaticals. Bei der ersten Reise, der „Tour Elbe“, habe ich am Tag 40 die Heimreise angetreten und bin auch angekommen. Auf der jetzigen Heimreise habe ich noch eine Station im Piemont vor mir: Besuch bei Thomas in seiner ehemaligen Ruine. Dieser Heimweg ist dann circa doppelt so weit wie der von Flensburg – wird also noch ein paar Tage dauern.

Eigentlich habe ich ja noch eine weitere Nacht bei Franc in seiner Steinhausidylle gebucht, aber die Mücken haben es mir echt schwer gemacht, die Ruhe und Idylle zu genießen. Gestern Abend, als ich draußen sitzen konnte ohne Stiche, war ich zuversichtlich den letzten Tag ruhig angehen lassen zu können und mich wie geplant Freitag auf den Weg zu machen.

Doch in der Nacht – es war in inzwischen schwül ohne ein Lüftchen – haben mir die Viecher und die Stiche keine Ruhe gelassen. Ich habe so viele Beulen und großflächige, heiße Schwellungen, dass ich mich am liebsten nur noch komplett untergetaucht im kalten Wasser aufhalten möchte. Heute Morgen schwankte ich noch mal, aber dann war klar: ich muss da weg!

Und so habe ich schnell gepackt, Franc Bescheid gesagt, noch ein paar Fotos vom Haus gemacht, am Auto beim Einpacken mit Millionen von Mücken gekämpft, BB erfolgreich durch die engen Gassen gezirkelt und ein Stück weiter unten angehalten, die restlichen Mücken aus BB vertrieben und soweit aufgeräumt, dass ich heute auch im Auto hätte schlafen können.

Das Wetter an der Küste – weg aus dem Tal da hinten – war so angenehm. Sonne. Brise. Nicht so schwül. Keine Mücken. So konnte ich nicht widerstehen. Musste noch mal baden. Und da es schon Mittag war, bot sich auch ein letztes Mittagsmenü an. Idee: dann kann ich nachher einfach fahren so lange ich will, muss mich nur um Schlafplatz, nicht mehr um Essen kümmern.

Das aufregendste heute war das Tanken: zuerst kurz vor der französischen Grenze (por si acaso), weswegen ich Nationalstraße und nicht Autobahn gefahren bin. Dabei sind mir einige sehr schöne, aufregende junge Frauen aufgefallen, die am Straßenrand auf Freier hofften. Komische Gegend dafür. Aber nach der Dritten, die fast nur in Unterwäsche da stand, konnte ich es nicht mehr für Zufall halten.

Ich konnte sogar noch ein zweites Mal habe tanken – in Frankreich, bei Arles. Wäre vielleicht nicht nötig gewesen, aber für meinen Seelenfrieden schon. Hier in Südfrankreich ist der Stoff also vorhanden, trotz Streik.

In Frankreich regnete es und die Temperaturen sanken unter 20 Grad, so dass ich die rausgesuchten Park4night-Plätze wieder abschrieb und mir ein Hotel in der George-Clooney-Stadt Brignoles gebucht habe. Schön! Rosé auf dem Platz. Französisch überall. Und schon versteh ich wieder wenig bis nichts. George habe ich nicht getroffen.

Die Rote Zora stand nachts sicher in der Garage des Hotels. Noch mal lass ich mir in Frankreich das Rad nicht vom Fahrradträger klauen.

Morgen geht’s weiter. Zu Thomas!


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