21. November 2022 – Tag der Arbeit


Ab heute arbeite ich wieder 😳
  • Nach 184 Tagen ohne für mein Geld zu arbeiten, ging es heute wieder los
  • Hinter mir liegen:
    • 4 große Reisen an 108 Tagen – Tour Elbe mit der Roten Zora, Tour de France, Giro d’Italia und Vuelta a España
    • 76 Tage daheim im Urlaub
    • Unzählige wunderbare Begegnungen und Geschichten
    • Rund 2.700 mit der Roten Zora geradelte Kilometer; fast 7.000 mit BB zurückgelegte Kilometer, plus einige Zug- und Fährenkilometer
  • Es entstanden 120 Blogbeiträge und (bisher) 2 Fazits (wie geht denn der Plural von Fazit? 🤔)

Was bleibt außer einer Unmenge schöner Erinnerungen, Fotos und den 120 Blogbeiträgen? Was nehme ich mit aus den letzten 6 Monaten? Welches Fazit ziehe ich? Diese Dinge wurde ich in den letzten Wochen häufig gefragt, seit ich wieder daheim bin.

Eventuell bin ich noch nicht ganz fertig mit meiner Nachlese, aber zwei Dinge sind mir klar.

Fazit 1:
Ich habe es gut geschafft, nicht so viel zu planen, bzw. oft nur den nächsten Tag zu planen. Trotzdem habe ich mich selbst manchmal angetrieben, weil ich so viel wollte. „Das will ich noch sehen“ und „Das muss ich noch erleben.“ „Diese Stadt muss ich noch besuchen, wenn ich schon mal in der Nähe bin“, auch wenn es 38 Grad hat. Und so weiter.

Warum bin ich nicht öfter länger an einem Ort geblieben? Hatte ich einen Road-Movie im Kopf, als ich ins Sabbatical zog? Warum habe ich mir beim Radeln nicht mehr Ruhetage gegönnt? Warum habe ich nicht meine Seele baumeln lassen und es mir 3-4 Tage am Elbstrand bequem gemacht, zum Beispiel auf dem grandiosen Platz der Sommersonnwende? Es war doch so warm und so schönes Wetter…

Ich will immer so viel, eigentlich will ich immer alles. Und das Wollen steht meist im Vordergrund. Ich vergesse dadurch sehr leicht, was ich brauche, was gut für mich ist. Denn das ist leider nicht immer das Selbe – man denke nur an all das Eis mit Karamellsauce, das ich gerne essen möchte 🤣. Und das gilt für viele Lebens-Situationen, nicht nur fürs Reisen. Unter anderem auch fürs Essen.

Ich habe mir daher vorgenommen, dass ich mir ab jetzt häufiger die folgende Frage stellen werde: Willst du das oder brauchst du das?

Fazit 2:
Ich möchte mich bei der Arbeit wieder gut fühlen und meine Stärken und Talente einsetzen können. Das geht im jetzigen Set-Up in meiner Abteilung nicht. Daher werde ich mir einen neuen Job suchen. Ich habe lange genug durchgehalten.

Und was geschah noch in den letzten knapp 4 Wochen daheim?

Angefangen hat die Zeit mit den super leckeren Ananas von Gustaves Schulprojekten (www.burkina-aktiv.de / www.direkthilfe-burkina.de). Es ging weiter mit einem langen Wochenende mit Stefan, Besuch von Nico, ganz vielem Singen, Fussball, zwei Alt-Weiber-Herbst-Abenden, einem Saunatag mit Charlie, gute Essen beim Inder mit Silke, einer großartigen „Geburtstagsfeier“ mit Marianne ohne Geburtstagskind, einem MRT-Termin mit blödem Resultat (aber das wird schon), Quitokuscheln, einigen Ausflügen mit der Roten Zora, einem wunderschönen Freunde-Abend, der mentalen Begleitung des Starts ins Sabbatical von Maxim und Mina, einem Science Slam und noch mehr Singen. Und bestimmt habe ich einiges vergessen. Es endet jedenfalls mit einigen Vorsätzen und einer tatkräftigen Entschlackung.

So, jetzt habe ich wirklich fertig! Oder? Warte: es fehlt noch das Fotoalbum aus all den Blogs… 🤔


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