20. Juni 2022 – Tag 23 – Dreiländereck


Zurück an der Elbe
  • Von Bad Wilsnack bis Pevestorf
  • Von Brandenburg über Sachsen-Anhalt wieder nach Niedersachsen – und morgen vielleicht MeckPomm
  • Über die Havelmündung, Wittenberge (die Nähmaschinenstadt, nicht die Lutherstadt; die war ja schon dran) und die Gedenkstätte Stresow
  • Wasser und Auen so weit das Auge reicht – wie gewünscht! – inkl. 2 Rehe beim Äsen
  • Der Duft des nassen Waldes, wenn es langsam wieder wärmer wird – wunderbar!
  • Der Duft nassgewordenen Heus, das in Sonne und Wind wieder trocknet – köstlich!
  • Bezaubernde Backstein-Fachwerkhäuser mit bunten Läden und blühenden, liebevoll angelegten Gärten
  • Mund zu: Insekten fliegen tief
  • Leckerer Käsekuchen in reizendem Garten
  • 84,6 km
  • 384 m hoch, 391 m runter

„Es regnet, es regnet, die Erde wird nass.“ – darüber freuen sich die Menschen, die von den Waldbränden bei Treurnbrietzen und Beelitz betroffen sind und/oder diese bekämpfen.

Kam erst gegen Mittag los. Es war kalt. Lange Radhose. Jacke. Weste. Schal. Bandana über den Ohren. 😲

Zurück zur Havel, um diese auf den letzten Metern zu sehen (endlich!) und zu begleiten, bevor sie in die Elbe mündet und die Havel-Wassertropfen mit den Elbe-Wassertropfen „zwangsverheiratet“ werden, Namensänderung inklusive 🤪 (und wieder mal hat ein Wassertropfen keine Wahl…)

Ich hatte die Havelmündung ganz woanders verortet . Bin praktisch unbemerkt daran vorbei gefahren, aber ein Foto hab ich zufällig doch gemacht:

Fälschlicherweise hab ich die Mündung am Ende der langen schmalen Insel geglaubt, die ich entlang geradelt bin. Der Fluss rechts war aber nicht die Elbe, sondern der Gnevsdorfer Vorfluter 😲

In Wittenberge gab‘s nicht viel zu sehen oder ich habe es nicht gefunden. Lese gerade, dass es eine von Walter Gropius errichtete Siedlung „Eigene Scholle“ gibt. Tja. Verpasst.

Das Dreiländereck aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen erzählt viel über die deutsch-deutsche Geschichte. So auch in der Nähe der Gedenkstätte Stresow, ein Dorf, das dem Grenzstreifen weichen musste 😓. Hier trifft der Elbradweg auf den Radweg „Grünes Band“, den ich auch im Blick hatte.

Ich zelebriere das Nicht-verplant-sein. Heute um16:30 Uhr wusste ich noch nicht, wo ich über Nacht bleibe. Es wurde nur immer klarer, dass es mir zu kalt und nass für Camping ist. Und ich war trotzdem ganz ruhig. Keine Panik 🙀. Sehr genial. Ich habe mich dann gemütlich auf eine Bank gesetzt und ein paar Gasthäuser durchtelefoniert. Wurde fündig – und es war großartig noch dazu.

Andere Eindrücke von unterwegs:

Und dann noch Corona. Hatte ich eigentlich fast vergessen. Aber die Warnapp warnt beharrlich 😲.


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