
- Von Bittkau nach Malge am Breitling See
- Über Genthin und Wüsteritz, wieder in Brandenburg
- Musste mal wieder abbiegen – Potsdam ist so nah. Wäre doch toll alle Hauptstädte der Bundesländer, die ich durchfahre, zu besuchen! Daher habe ich mich via Elbe-Havel-Kanal gen Osten umgeleitet.
- Es war eine 7 km Strecke auf einer großen Straße ohne Radweg dabei. Das war nicht so toll
- 57,6 km
- 280 m hoch und 290 m runter

Gedanken des Tages:
Die Leute, vor allem Frauen, fragen mich immer wieder, ob ich alleine unterwegs bin, und wenn ich bejahe, sagen sie, wie mutig das sei. Mutig? Hallo? Wir sind in Deutschland. Die Radwege sind ausgeschildert. Ich zelte nicht wild. Meine EC-Karte gilt (es sei denn es werden keine Karten genommen). Ich spreche die Sprache… Bei genauerem Hinhören: ah, es geht darum, wenn dann mal was ist (z.B. ein Platten) oder das Rad muss irgendwo ohne Rampe hochkommen.
Ja, das wären blöde Situationen. Hab ich auch keine Lust drauf. Aber mit Mut hat das trotzdem nichts zu tun, finde ich. Wenn ich Hilfe brauche, frage ich. Wenn niemand da ist, gibt es Telefon. Ich werde durchkommen. Ich bin in Deutschland. Ich spreche die Sprache. Ich habe genug finanzielle Mittel. Das können nicht alle von sich behaupten, die in Deutschland alleine unterwegs sind. Und mir stehen vermutlich die meisten Menschen positiv (oder neutral) gegenüber, was auch nicht für alle anderen gilt.
Mutig ist: Sich in ein Land begeben, von dem sie nichts wissen, dessen Sprache sie nicht kennen, von dem sie sich viel erhoffen und in dem sie dann so viele Hürden überwinden müssen, in dem sie sich nicht unmittelbar willkommen fühlen und in dem sie angefeindet evtl. sogar angegriffen werden. Und auf dem Weg in dieses Land riskieren sie ihr Leben, weil sie keine bessere Alternative kennen. Das ist mutig.
Eindrücke von unterwegs – bis auf die Strecke an der Straße war es sehr schön am Kanal (manchmal ein wenig eintönig, weil immer schnurstracks geradeaus).




Impressionen von meinem Nachtquartier:






Auch wenn es nicht so aussieht: Es ist ziemlich kalt. Böiger Wind aus Nordosten – von Putin. Dennoch habe ich einen schönen Spätnachmittag und Abend am Wasser verbracht 😊 – halt mit kalten Füßen.
Momentan stecke ich allerdings zum Aufwärmen im Waschhaus, wo ich auch meine Powerbank lade.
Meine Powerbank muss ich im Waschhaus laden, obwohl ich Nachbarinnen habe, die 3 Steckdosen an ihrer Kabeltrommel frei haben. Sie finden das nicht gut, dass ich „ihren“ Strom anzapfe 🤔, meinen sie, als ich höflich gefragt habe, ob ich das Handy mal einstecken könnte. WAS SOLL DAS? (Ha, wir sind wieder bei Herbert!) Ich hab keinen Kühlschrank in den Satteltaschen versteckt und auch keine Musik- oder Lichtanlage! – leider ist mir aber keine schlagfertige Antwort eingefallen.
Also werde ich morgen vielleicht ein Problem mit den verschiedenen Akkus haben 😲. Mal sehen wofür es gut ist.