
- Von Warwerort nach Sankt Peter-Ording (SPO)
- Über Büsum, zig Deiche und das Eider-Sperrwerk
- 60,3 km (wollte ich nicht kürzere Strecken?)
- 129 m hoch und runter
- Nur 12 Gatter (diese Anzahl konnte ich reduzieren. Dafür bin ich dann meist hinterm Deich gefahren 😲)
- Regen am Morgen, Regen am Abend
Die Finninnen Jenna und Fia sind echt tough; hatten um 7 Uhr schon gefrühstückt und waren um 8 unterwegs. Sie wollten bis Dänemark an dem Tag. Meine Tagesziele: bis mindestens St. Peter-Ording (SPO) und im Meer baden. Schaumermal.
Erst mal gemütlich packen und mit den beiden Frauen (die Stefans Zelt so bewundert haben und so viel über Ausrüstung wussten) ein Teechen trinken und plaudern. Hatte mir gestern schon gedacht, dass sie Fans von German Tourist (aka Christine Thürmer) sind, und tatsächlich: sie planen 2024 den PCT 😲





Das Strand-Konzept hier im Norden ist mir immer noch nicht so ganz klar. Der kostet in den Städten Eintritt 😲. Wenn man im Hotel ist und Kurtaxe zahlt, ist das erledigt. Ansonsten muss man sich ein Ticket holen. Und dann hat man noch keinen Strandkorb. Ich glaube, die kleineren Strände, an denen ich so vorbei gefahren bin, kosten nichts, aber sicher weiß ich es nicht.
Sonntage bieten sich an, zum Mittagessen Pause zu machen, weil die ganzen Ausflugsrestaurants geöffnet haben. Lecker Matjes mit Bratkartoffeln. Bratkartoffeln sind hier grundsätzlich immer mit Speck, auch wenn es nicht dabei steht. Warum eigentlich?




Das Eider-Sperrwerk ist riesig. Es gibt eine Tunnel-Röhre für Autos. Fahrräder und Fußgänger laufen obendrauf.
Meine Freunde, die Schafe. Und heute habe ich ganz junge Lämmlein gesehen. Das weiße war noch total unsicher auf den Beinen und ihm hing auch noch die Nabelschnur am Bauch. Ganz frisch! Ganz goldig! 😍




Da bekommt der Eintrag „Deichlamm“ auf der Speisekarte eine völlig andere Note.
Dann kam der Strand in Sicht. Und es war kurz vor Tidenhöchststand 👍🏼. Nix wie hin!
Bei der Breite des Strandes (kurz vor Flut) kann ich mir nicht so richtig vorstellen, warum die Strandhäuser auf Pfählen stehen, aber weil alles so flach ist, ist die Reichweite wohl groß. Und das Wasser kommt nicht nur von vorne.
Da flach, war das Badevergnügen mäßig: knöcheltief über Hunderte Meter und Badewannentemperatur.
Und dann kam auch schon der Wetterwechsel – innerhalb von 10 Minuten. Gerade noch gleißender Sonnenschein, und jetzt schnell zu Zora und Regenjacke an.








Campingplatzsuche nach dem Schauer. Schwierig. Der eine nimmt keine Zelte. Nur gekiesste Stellflächen für WoMos. Fürchterlich, wenn auch toll gelegen. Der andere war toll, ruhig und familiär, aber niemand da. Der dritte war riesig, an einer großen Straße, aber was machen bei fehlender Alternative?
Meine Alternative, eine bereits reservierte Pension bei Husum mit dem Zug anzusteuern, fiel flach, weil in Husum sämtliche Aufzüge zu den Gleisen außer Betrieb sind. Barrierefreies Deutschland!
Nachdem das Bett bereitet war, ging’s noch mal kurz an den Strand – bevor der große Regen kam. Zum Glück gibt es auf dem Campingplatz eine Bar, in der ich trocken sitzen, bloggen und Wein trinken konnte. Gut dass ich nicht auf dem kleinen, familiären Platz war 🙃






