
- Kleine Runde mit der Roten Zora rund um Flensburg:
- 34 km
- 359 m hoch, 387 m runter
- Mit dem Zug von Flensburg über Hamburg nach Mannheim; von dort mit BB und Stefan ♥️ nach Hause:
- viele Kilometer
- 11 Stunden Bahn inkl. 3 Stunden Aufenthalt in HH, um ganz sicher den gebuchten ICE zu erreichen
- Wetter unbeständig und einfach brrrrr…
- in HH viel zu windig und zu kalt zum draußen Sitzen, was aber wegen Zora und Gepäck notwendig ist 🤔
Es hatte die ganze Nacht geregnet und das Wetter war auch morgens unbeständig und kalt. Dennoch wollte ich eine kleine Abschiedsrunde an der Ostsee drehen, bevor ich in einen frühen Regionalzug nach Hamburg steige (Petra hatte gewarnt, dass es auf der Strecke FL-HH öfter mal Verspätungen oder Ausfälle gibt!) und von dort nach Hause fahre.
Ja, es ist soweit. Es ist jetzt erst mal genug mit dem Vagabundendasein. Ich freue mich wie Bolle auf Stefan und auf Quito! 😻😻 – und auf mein Bett, meine Freunde, meine Eltern, meinen Garten, wärmere Temperaturen, meinen Chor und das Singen, Gemüse und Salat, daheim kochen und essen, meine Hängematte, und vieles mehr …
Außerdem muss mal jemand nach meiner Leiste et al. schauen. Ich autsche und humple ziemlich 😢
Aber erst noch die Runde an der Ostsee. Mein Ziel war die Spitze der ersten Landzunge östlich von Flensburg, der Strand von Holnis.
Am Ende der Förde, also bei Flensburg, nahm ich überhaupt keinen Salzgeruch in der Luft wahr, aber mit der Entfernung (zur Stadt?) mischte sich diese herrliche Note immer mehr unter die der verschwenderisch duftenden Heckenrosen. Wundervoll. Davon kann ich nicht genug kriegen.
Am Strand in Drei war es erst noch sonnig. Beim ersten Biss in den bestellten Fisch begann Wind und der Regen … umkehren also.








Noch ein kurzer Abstecher über Glücksburg (Ostsee) musste sein. Die Burg ähnelt der Moritzburg bei Dresden, wo Stefan und ich an Tag 5 waren. Und vor nicht allzu vielen Tagen war ich ja in Glückstadt (Elbe). Passt also irgendwie dazu.


Apropos Glück: ich hatte so viel Glück mit dem Wetter, da dürfen die paar kalten, regnerischen Tage jetzt ruhig sein. Ich fürchte nur, sie werden nicht besonders positiv auf mich wirken, was ein Wiederkommen angeht …
Und dann die Heimfahrt. Hurra, ich freue mich auf die Deutsche Bahn! 😜


Beim Aussteigen in HH: ein Hauen und Stechen. Die Leute werden zu Tieren, wenn es um Sitzplätze geht. Wir waren mit 5 Fahrrädern im Zug, waren relaxt, denn HH war ja Endstation. Denkste. Der Zug fuhr umgehend wieder nach Flensburg zurück, wir hatten schon 25 Minuten Verspätung und der Bahnsteig war daher rappelvoll. Die ungeduldig Wartenden strömten in den Zug, ohne Rücksicht auf die, die aussteigen wollten.
Auf meinen Hinweis, dass wir mit den 5 Rädern erst mal aussteigen müssten, wurde ich angepöbelt, warum das so lange dauert und als mir Zora aus der Hand fiel – vor lauter Stress – meinte der eine freundliche „alte Sack“, das müsse ich jetzt schon alleine hinkriegen, wenn ich mit dem Rad unterwegs sein wolle. Unverschämt. Eine junge Frau war mir dann behilflich. Alle anderen haben nur blöd geglotzt und aufs Einsteigen gegiert. Den anderen 4 Rädern erging es ähnlich.
Was soll das? Wo ist denn bitte die Erziehung dieser Menschen?
In HH war es echt kalt. Und die vielen Menschen, das Gewimmel, bescherten mir Reizüberflutung, so aus der Wildnis kommend … Ich wollte nur weg und ins Warme. Aber Zora mit Gepäck kann ich ja nicht einfach irgendwo abstellen und mich dann reinsetzen. Bin beim Italiener auf der Terrasse gelandet: 2 Kuscheldecken, Pasta Bolognese und Wein haben mich aufgewärmt.


Dann das Bangen, ob und wie das Einsteigen im ICE funktioniert. Reservierung hatte ich ja noch ergattert, aber nach all den Erlebnissen der letzten Wochen, konnte ich leider nicht sicher sein.
Der IC, der vor meinem Zug abfuhr, beruhigte mich auch nicht wirklich. Wieso macht man denn ein Fahrradabteil mit so schmaler Tür, das außerdem nur über Stufen erreichbar ist?

Schlussendlich war Wagen 1 (= Fahrradabteil) nicht im Bereich F, wie vom Wagenstandanzeiger verkündet, sondern im Bereich A, ohne dass eine Änderung durchgesagt oder angezeigt worden wäre. Also mussten 4 Menschen mit 4 vollbepackten Rädern einen überfüllten Bahnsteig entlang rasen … keine Ahnung wie wir das geschafft haben. Aber ich war drin. Zora auch. Mit tierisch schmerzender Leiste und Bein, aber erleichtert. Denn jetzt musste ich „nur“ noch aussteigen!
Mit der Zeit waren alle anderen Räder „ausgestiegen“, ich konnte Zora wieder beladen und in Mannheim ganz in Ruhe aussteigen, wo sie Stefan auch ans falsche Ende des Bahnsteigs geschickt haben – dieses Mal sogar mit falscher Durchsage 😲


Aber wir haben uns gefunden. Und dann war es das reine Glück ♥️. Wir haben uns schon ganz schön vermisst und es war eine lange Zeit. Jetzt bin ich erst mal daheim. Und ich freue mich auf alles was kommt.
2 Kommentare zu “07. Juli 2022 – Tag 40 – Ostsee und so”
Danke liebe Susen! 🙂
So eine schöne Tour und ein bezaubernder Blog. Danke für die schönen Momente für die Menschen im Home-Office 🙂