16. August 2022 – Tag 15 – Salz auf meiner Haut


Viele Wellen. Viele Surfer.
  • Le Truc Vert
  • Morgens und abends mehrere Stunden am Strand
  • Sand. Wellen. Salz. Wind. Sonne.
  • Surfer und Wellen beobachten
  • Dösen in der Hängematte
  • Radtour nach Cap Ferret – ich musste einfach DIE Düne sehen
  • 20 km mit der Roten Zora – ging erstaunlich gut

Heute habe ich zum ersten Mal die Lifeguards in Aktion gesehen. Zwei Rettungsschwimmer sind am Seil rausgeschwommen. Einer blieb mit der Winde am Strand. Ich konnte nicht sehen, was überhaupt los war, weil die Wellen so hoch waren. Aber die Körperspannung des Typs am Strand zeigte klar, dass es ernst war. Er legte die Winde weg und begann zu ziehen. Ein zweiter kam dazu. Am Schluss zogen 4 bis 6 Erwachsene mit viel Mühe. Es dauerte sehr lange bis die zwei Retter mit zwei Mädchen und ihren Bodyboards wieder am Strand waren. Alles gut gegangen, zum Glück. Sie waren vermutlich in eine der berüchtigten Strömungen geraten. Uffbasse!

Witzig war der Typ, der vor dem Surfen am Strand noch kurz meditiert oder gebetet hat. Rauschebart, Glatze, freakiger Jeanshut mit Federn geschmückt. Als er wieder aus dem Wasser kam, kam ihm gerade eine junge Frau entgegen, die er ganz unverhohlen anstarrte. Fand ich ziemlich daneben, bis ich merkte, dass er nicht sie sondern ihr Board mit allergrößter Bewunderung begutachtete 🤪.

Die Bulli-Wiese ist ganz ok. Die Straße ist halt laut und ich vermisse die auf den normalen Plätzen Tag und Nacht allgegenwärtigen Grillen.

Dafür hab ich Labertaschen Nachbarn, die dauernd meinen, sie müssten sich mit mir unterhalten. Wenn es wenigstens spannend oder lustig wäre… Wie setzt man beim Camping Grenzen ohne total unhöflich zu sein? Vielleicht denken sie, ich hätte Gesellschaft nötig, weil ich alleine unterwegs bin… dabei bin ich so gerne alleine mit mir 😲

Ich hatte so Lust zu radeln und ich wollte so gern die Dune de Pylat bei Sonnenschein sehen. Also los , da es morgen regnerisch sein soll. Alle Radwege in den Pinienwäldern sind gesperrt – keine Fußgänger, keine Radler in keinem Wald wegen Brandgefahr. Diese Radwege und die Ausflüge, die man hier machen kann, sind mit der Grund, warum ich es hier so liebe – dieser Duft nach Sand und Pinien! Unbeschreiblich!

Das ist also ein herber Schlag. Aber: die Franzosen kümmert das Verbot nicht. Es ist genauso viel los, wie in anderen Jahren. Und auf dem Rückweg sind die Barrieren weg. Puh, dann kann ich nächstes mal sogar mit offizieller Erlaubnis dort radeln 🤪

Wahnsinn, dieser riesige Sandhaufen – Dune de Pylat auf der anderen Seite des Bassin d‘Arcachon. So oft schon gesehen. Immer wieder ein Erlebnis.

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