25. September 2022 – Tag 15 – Wet Places


BB ersäuft fast in der Kuhle
  • Von Buggeru bis Porto Pino
  • Über Masua und Carbonia
  • 71 km
  • Gewitter und starker Regen von ca. 5 Uhr bis 10:45 Uhr – BB säuft in der Kuhle fast ab 😅
  • Bezaubernde Düne und Flamingos am Strand von Porto Pino
  • Restaurant zum Abend, Hotel zur Nacht
  • Überlaufende Dusche – Tag der wet places🤣

„Böses“ Erwachen. Gewitter und Starkregen seit den frühen Morgenstunden. Keine der Wetterapps hatte auch nur den kleinsten Hinweis darauf gegeben. Ok, da war beim Schlafengehen extremes Wetterleuchten auf dem Meer, im Nordwesten. Aber es sah nicht so aus, als ob es zu uns ziehen würde.

Falsch gedacht. Nun hieß es geduldig sein. Buch zu Ende lesen. Lebensrettende Butterkekse essen. Dem Regen zuhören. Immer mal wieder den Regenradar checken. Warten.

Gegen 10:30 Uhr wurde Stefan ungeduldig, als er merkte, dass seine Schuhe in dem See unter BB schwammen und er nicht dran kam. Der Regen ließ da schon nach und wir begannen die Aufräumarbeiten.

Wir mussten von allen Dingen, die draußen geblieben waren – Tische, Stühle, Kanister … – die rote Schlonze abwaschen. Zum Glück war unser Wasservorrat sehr groß! Die Stücke auf der Wäscheleine waren nicht nur nass, sondern auch rotschlonzig. Lecker.

Aber: nach erstaunlichen 20-30 Minuten konzentrieren Arbeitens, ohne Streit 😍, war alles gut verpackt, unser Bettzeug nicht nass oder dreckig und wir packten das Frühstück aus. Jetzt erst Recht!

Noch ein kleiner Geburtstagsanruf, dann konnten wir weiter Richtung Küste. Die Straße runter an die Küste war phänomenal. Wie aus dem Nichts steckten wir plötzlich in einem Canyon und die Straße schlängelte sich da irgendwie runter nach Masua 😲

An der gesamten wunderschönen Küste mit türkisblauem Meer (obwohl noch ein wenig aufgewühlt vom Sturm) stehen die alten Wachtürme. Auf so einem haben wir vier Mädels 1987 mal geschlafen, als wir mit dem Rad unterwegs waren. Wir brauchten einen Schlafplatz; der Turm war einsam und offen. Zudem war die Plattform oben völlig neu gemacht. Perfekt also. 🤩

Auf dem Weg lag auch die Stadt Carbonia. Die Kohlestadt wurde in den 1930er Jahren im Auftrag des Duce am Reißbrett entworfen und 1938 von ihm eingeweiht. Der Duce brauchte die Carbonia-Kohle dringend für seine Kriege. Wir sind nur durchgefahren. Teilweise faschistisch geprägte Architektur, langweilige schnurgerade breite Straßen, die sich rechtwinklig kreuzen, wenig charmant.

Für diese Nacht war Regen vorhergesagt. Außerdem mussten wir die rotverschlonzten Stücke von der Wäscheleine noch säubern. Daher haben wir uns frühzeitig um ein Hotel gekümmert und den Nachmittag sorglos an der dortigen Düne und am Strand verbracht.

Leider mussten wir trotzdem noch mal mit Wasser kämpfen: der Ablauf der begehbaren Dusche unseres Zimmers funktionierte nicht zuverlässig und so setzten wir Bad und auch das Zimmer unter Wasser 🤪. Bevor wir also zum leckeren Teil des Abends übergehen konnten, mussten wir schon wieder Wasser entsorgen.

Dann sorgloses Schlafen während draußen erneut Starkregen die Natur erfreute.


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