
- Barcelona
- 18.800 Schritte durch Barcelona
- Sagrada Familia – du Wunder!
- Mittagsschlaf
- Tapas light
- Montserrat Sabadell und die echten Tapaslokale 😲
Viel zu früh waren wir schon wieder auf den Beinen. Brett verabschieden, der nach London musste. Dann ein kleiner Schnack mit Muriel, Brett‘s Mutter, und ein kurzer Spaziergang zur wundervollen Sagrada Familia und dem immer wieder beeindruckenden Sant Pau – natürlich mit einem erstem Kneipenstopp 🤪




Wikipedia hat mir eben erklärt, dass es seit 2020 als nicht mehr realistisch angesehen wird, die Sagrada Familia bis 2026 fertig zu stellen. Money rules the world – auch die der Kirche 🤪. Ob es ein neues Zieldatum gibt ist mir nicht klar.
Wegen der mehrmonatigen Zwangsschließung aufgrund der Covid-19-Pandemie und der auch danach stark zurückgegangenen Touristenanzahl sind die Einnahmen jedoch deutlich zurückgegangen, sodass die Fertigstellung bis 2026 nicht mehr realistisch ist.
Wikipedia
Lunch mit Muriel beim Chinesen aus Shanghai mit viel Dim Sum 🥟 . Sie durfte das Restaurant und auch das Essen wählen. Und es war hervorragend. Nach einem kurzen Abstecher über den Pool (brrrr, das Wasser war kälter als das Wasser im Meer), ging es für den dringend nötigen Mittagsschlaf ins Bett!
Abends dann doch noch ein bisschen Barcelona-Zentrum, auf der Suche nach guten Tapas. Auf dem Weg dahin kamen wir an La Monumental vorbei: Jugendstilgebäude von 1914, ehemalige Stierkampfarena, in dem heute Konzerte stattfinden, und in dem es ein Museum zur Geschichte des Stierkampfes gibt.




Auf den Ramblas war unser klares Ziel die Boquería, wo man immer absolute Köstlichkeiten finden kann. Aber es war schon spät. Und viele Läden waren bereits geschlossen. Vor lauter Enttäuschung haben wir uns tatsächlich Tourikram andrehen lassen. Darüber habe ich mich fast mehr geärgert, als über den grässlichen Geschmack der Chipirones.
Woher kommt eigentlich der Name Ramblas fragten wir uns. Wikipedia weiß es 🤪
Rambla, ein Lehnwort aus dem Arabischen, bedeutet Flussbett. Dementsprechend müsste man für den berühmtesten Boulevard Barcelonas den Singular verwenden: la rambla = das Flussbett. Da der Boulevard jedoch in relativ regelmäßigen Abständen einen anderen Namenszusatz hat (Rambla de Canaletes, Rambla dels Estudis etc.), wird der Name der gesamten Straße oft auch in den Plural gesetzt: Les Rambles (katalanisch), Las Ramblas (spanisch).
Wikipedia
Nach der schlechten Erfahrung in der Boquería und einer Tapas-Kneipe, die ganz ok aber nicht umwerfend war, entdeckte Stefan zufällig eine für Spanien super typische Bar – mitten im Barrio Gótico: Ungeschminkt mit Kachel-Boden und -Wänden. Neonlicht. Wenig Auswahl, dafür schmackhaft. Lotterielose. Ehrlich. Oft familienbetrieben.
Wie habe ich mich gefreut. Erst recht als ich die Oma sah, die an einer Ecke der Theke saß und gemütlich einen ganzen Korb Zwiebeln geschält hat. Vermutlich für die Tortillas des nächsten Tages. Denn Tortilla gab es und sie war lecker 😋
Über den aufgehängten Zeitungsartikel von 2013 erfuhren wir dann noch, dass die Oma Montserrat Sabadell heißt und in ganz Polen wegen ihrer pikanten Kutteln (Collas) bekannt ist. Der ehemalige Konsul von Polen war während seiner aktiven Zeit häufig Gast bei ihr und hat später einen (kulinarischen) Reiseführer veröffentlicht. Probiert haben wir nicht. Kutteln sind nicht so unseres. Vielleicht diese schon?














Nach ein paar weiteren Kneipen ohne Tapas und einigen weiteren 1.000 Schritten war es gut. So richtig wollte sich das euphorische Barcelona-Gefühl von früher nicht einstellen. Mag sein, dass das auch daran lag, dass alle immer Englisch mit mir sprachen, obwohl ich mit Spanisch eingestiegen bin. Da fühlte ich mich ein wenig fremd und nicht so in meinem Element wie sonst, wenn ich in Spanien bin.