13. Juni 2024 – Tag 7 – Stettin und so


Philharmonie neben Polizeihauptkommissariat
  • Von Pniewo nach Stettin
  • 51,5 Kilometer,
  • 343 Meter hoch, 333 Meter runter
  • Zum ersten Mal in Polen andere Radreisende getroffen – da hält man auf jeden Fall an und schnackt kurz
  • Im Eichenwald einen Buntspecht und einen Mann mit einem ganzen Eimer voller Steinpilze getroffen
  • Hatte eine wunderbare Begegnung mit Bambi und Mama – standen nur 50m vor mir auf dem Weg
  • Heute wieder kein einziges Schild für Radweg

Zum Wetter: Bisher gab es jeden Tag mindestens einen Regenguss. Ich wurde zum Glück nur einmal richtig erwischt (gestern). Vielleicht bleibt es heute mal ganz trocken, dachte ich bei der Wettervorhersage und dem Regenradar vom Morgen. Ergebnis: Zumindest gab es keinen Guss, nur einen kleinen Schauer während meiner Mittagspause unterm Schirm.

Zu den Radwegen: Ich hatte mich darauf eingestellt, die verbleibenden 40km bis Stettin entlang der Straße (oder auf ihr) zu fahren. Ich wurde positiv überrascht. Gut die Hälfte war auf kleineren Straßen, dafür aber dann Kopfsteinpflaster, Plattenwege, Schlaglochbiester oder Sand. Meine persönliche Beliebtheitsskala: Schlaglochbiester besser als Platten besser als Kopfsteinpflaster besser als Sand. Die andere Hälfte war aber auf der Straße bis hin zur Schnellstraße.

Zu Radreisenden: ich habe auf der ganzen Strecke maximal 3 Mal andere Radreisende gesehen. In Polen heute zum ersten Mal. Ein Paar, das von Usedom nach Breslau fährt. Dann einen Mann kurz vor der polnischen Grenze. Und um Berlin rum gab es bestimmt den ein oder anderen, aber sie sind mir nicht aufgefallen. Erst heute, in Stettin, habe ich eine ganze Gruppe gespottet.

Eine Gruppe Radfahrer unterm Baum

Unterwegs musste ich Zora im Wald ein ziemliches Stück durch den Sand bergauf schieben. Umkehren war keine Option. Puh, habe ich geschnauft. Die Schiebehilfe hilft, aber reicht bei Weitem nicht aus.

Nach einer langen Strecke auf der Hauptverkehrsstraße nach Stettin, fuhren wir dann auch langsam in die Stadt ein.

Die Stadt ist eine große Baustelle. Die Besichtigung war mit dem Rad eine Herausforderung!

In Stettin gibt es 28 historische Straßenpumpen mit Stettiner Wappen, Krone und Drachenkopf, aus dem das Wasser fließt. Umgangsprachlich werden sie „Berliner“ genannt, weil sie den Berliner Pumpen ähneln, die statt des Stettiner Greifen einen Bären haben.

Wo stellt man das Rad sicher ab, wenn es keinen Hinterhof o.ä. gibt und die Vermieter des Appartements einfach nicht antworten? Im Treppenhaus, an die Rohre angeschlossen!

Inspiriert von den Steinpilzen im Wald musste es dann heute Pilzrisotto sein.

Morgen ist die längste Tour. Bin heute ziemlich k.o. – hab mich noch nicht mal ordentlich gedehnt. Mal sehen, wie es mir morgen geht.


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